Cases und Trends I Aus der Praxis

Gute Klinik-Websites

Was zeichnet einen gelungenen Online-Auftritt von Kliniken aus?

Eine Klinik-Website ist mehr als nur eine digitale Präsenz; sie fungiert als das virtuelle Aushängeschild einer komplexen Organisation, die vielfältige Nutzergruppen bedient und sich mit einem äußerst sensiblen Schwerpunktthema befasst: Medizin und Gesundheit.
Wie gelingt es, eine Website zu entwickeln, die diesen Anforderungen gerecht wird? Dr. Felix Remy, Geschäftsführer und Medical Consultant bei Remy&Remy, teilt seine Expertise und gibt wertvolle Tipps für die Entwicklung und Optimierung einer Klinik-Website.

Was ist das wichtigste Merkmal einer guten Klinik-Website?
Die Hauptzielgruppe von Klinik-Websites, (potenzielle) Patient:innen, nutzt die Website meist in Zeiten von gesundheitlichem Leidensdruck. Daher ist es entscheidend, eine benutzerfreundliche und empathische User Journey anzubieten, die keinen zusätzlichen Stress verursacht und relevante Information mühelos zugänglich macht.

Worauf kommt es dafür an?
Zunächst müssen drei sehr unterschiedliche Bereiche betrachtet werden:
1. Technik und Programmierung
2. UX/UI-Design
3. Redaktion und Contentmanagement
Für jeden dieser Bereiche sind unterschiedliche Kriterien zu berücksichtigen:

1) Technik und Programmierung

  • Barrierefreiheit:
    Umsetzung der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) für eine barrierefreie Nutzung
  • Neue Webstandards:
    Integration von Whistleblower-Formularen und klaren Erklärungen zur Barrierefreiheit
  • Browserkompatibilität:
    Sicherstellung der Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit auf verschiedenen Browsern
  • Responsive Design:
    Optimale Funktionalität und Bedienbarkeit auf verschiedenen Endgeräten
  • Integration von KI und Analytics:
    Einbindung von künstlicher Intelligenz und Analysen, um beispielsweise gezielt häufig besuchte Seiten anzubieten
  • Digitalisierung von Organisationsprozessen:
    Einbindung von Tools wie Doctolib für eine effiziente digitale Terminvereinbarung


2) UX/UI-Design:

  • Klare und einfache Informationsstruktur:
    Entwicklung einer übersichtlichen und leicht verständlichen Anordnung von Informationen
  • Konsistenz:
    Verwendung einheitlicher Designelemente und Farbschemata


3) Redaktion und Contentmanagement:

  • Text- und Bildsprache:
    Vermeidung von Behördensprache und Verwendung einer klaren, einfachen Sprache, einer „healthy tonality" sowie unterstützender Bilder und Grafiken
  • Aktualität:
    Bereitstellung von Informationen zu aktuellen Ereignissen und Neuigkeiten
  • Online-Reputationsmanagement:
    Berücksichtigung von und Umgang mit Bewertungen auf Google, Kununu etc.

 

Wie sollte das Leistungsportfolio der Klinik dargestellt werden?
Diese Frage stellt oft eine Herausforderung dar, da die Erwartungen und Ansprüche von Patient:innen und medizinischem Personal an dieser Stelle häufig voneinander abweichen.

Wir empfehlen, das Leistungsportfolio kurz und prägnant zu präsentieren, unter Einbeziehung der verantwortlichen Personen, Zertifizierungen und gegebenenfalls relevanter Fallzahlen. Der Fokus liegt darauf, potenziellen Patient:innen die wesentlichen Informationen bereitzustellen, ohne sie mit ausführlichen medizin-technischen Beschreibungen zu überfordern. Ein klarer "Call to Action" für die Kontaktaufnahme sollte dabei integriert werden, um die Interaktion zu fördern.
Detaillierte Informationen zu Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sollten besser in einem separaten Bereich bereitgestellt werden – beispielsweise in Form eines Blogs, Atlas oder Ratgebers. Diese Inhalte sind nicht nur informativ, sondern eignen sich auch hervorragend für Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Welche weiteren Nutzergruppen sollten neben Patient:innen berücksichtigt werden und auf welche Weise können sie angesprochen werden?
Wichtig ist es, neben den Patient:innen auch die Angehörigen zu berücksichtigen. Für sie sollten Informationen zu Besuchsregelungen, Unterstützungsangeboten und Kommunikationskanälen bereitgestellt werden. Auch Zuweisende sind als bedeutsame Nutzergruppe anzusehen. Für sie sind detaillierte Informationen zu Fachbereichen, Expertise, Fort- und Weiterbildungn sowie klare Angaben zu Ansprechpersonen und Kontaktmöglichkeiten relevant. Besondere Beachtung verdienen zudem Bewerber:innen und Mitarbeitende. Für diese Zielgruppe spielen Informationen zu Karrieremöglichkeiten, Benefits, Unternehmenskultur eine zentrale Rolle. Außerdem ist es essenziell, einen einfachen Zugang für Bewerbungen zu gewährleisten.

Für eine bestmögliche Nutzererfahrung empfehlen wir, die Usergruppen klar zu trennen und spezifische First-Level-Angeboten bereitzustellen. Dabei ist es wichtig, die im Fokus stehende Hauptzielgruppe, nämlich die Patient:innen, nicht aus den Augen zu verlieren.

Remy&Remy – Ihr Ansprechpartner für gute Klinik-Websites

In der Gesamtheit stellt eine gute Klinik-Website eine Symbiose aus medizinischer Expertise, Empathie und effektiver Kommunikation dar – ein Bereich, in dem unsere langjährige Erfahrung im Klinikmarketing eine maßgebliche Rolle spielt. Unser engagiertes Team aus medizinischen Expert:innen, Entwickler:innen, UX-/UI-Designer:innen und Redakteur:innen vereint vielseitige Kompetenzen, um eine Klinik-Website zu gestalten, die nicht nur den technischen Anforderungen entspricht, sondern auch den vielfältigen Bedürfnissen der unterschiedlichen Nutzergruppen gerecht wird.

"Kontaktieren Sie uns und tragen Sie aktiv dazu bei, dass der Weg zur Gesundheit bereits mit dem ersten Besuch Ihrer Website beginnt."
- Simon Remy & Dr. Felix Remy

Telefon: 0821 899967-20
E-Mail: info@remyremy.de

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